Überblick: Förderbereiche und Methoden
Kommunikationsförderung erfolgt
- nach den Prinzipien des TEACCH –Kommunikationscurriculums
- unter Anwendung sowohl körperlicher, symbolhafter als auch technischer und elektronischer Kommunikationshilfen aus dem gesamten Förderspektrum der unterstützenden Kommunikation.
- als Anbahnung und unter Anwendung der Technik der motorischen Stütze „FC“, welche das Nutzen von Kommunikationshilfen (Bilder, Tafeln, Tastaturen, etc. ) ermöglicht.
- mit dem PECS System (Picture-Exchange-Communication-System)
- durch das „Führen“ (nach Afolter) in seiner interaktiven, begriffsbildenden und sprachfördernden Anwendung
- durch spezifische Elemente einer Aufmerksamkeits-Interaktionstherapie
Sozial-Emotionale Förderung erfolgt
- durch kognitive Verhaltenstherapie (an der autistischen Störung ausgerichtet)
- durch geführte Interaktionstherapie
- durch Aufmerksamkeits-Interaktonstherapie
- durch ein spezielles „Theory-of-Mind“ Training (Vorstellungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen)
- durch spezielle sozial Kompetenz Trainings (z.B. nach dem TEACCH Trainingskonzept „SOKO“, das sich an der autistischen Besonderheit ausrichtet)
- durch musik- und bewegungstherapeutisches (psychomotorisches) Arbeiten mit interaktivem Schwerpunkt
Kognitive Förderung erfolgt
- Durch Lernen nach dem strukturierenden TEACCH-Curicculum, als Basis für weiterführende Lernprozesse und für das Verstehen sozialer Zusammenhänge
- durch Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapi
- durch Lernen nach speziellen Computerprogrammen
- nach Analyse und Strukturierung der individuellen Lernbesonderheiten (Verarbeitungsstrategien , Denkstrategien, ) des Kindes
Handlungs-Kompetenz-Förderung erfolgt
- durch lebenspraktisches Training nach TEACCH (Strukturierung von Handlungsabläufen)
- durch Training von Handlungsabläufen mit Hilfe des „intensiven Führens“ und unter Einsatz der motorischen Stütze
- durch Einübung von Arbeitsroutinen
- durch Training von Flexibilisierung und Generalisierung
- durch Einübung und Aufbau von einer Arbeitsgrundhaltung
- durch Training im Umgang mit unstrukturierter „freier Zeit“ (z.B. Pausensituation in Schule)
Wahrnehmungsförderung erfolgt
durch jeweils auf die Bedarfe des Individuums passende Methoden der Wahrnehmungsförderung:
- sensorische Integrationstherapie „SI“
- Psychomotorik und Motopädagogik
- Basale Stimulation (Fröhlich)
- Sinnesförderung mit Elementen aus der Montessori Pädagogik
- „intensives Führen“ (Afolter / Sonderegger)
- kinesiologische Körperarbeit
alle genannten Methoden der Wahrnehmungsförderung werden in einer auf die autistische Besonderheit (z.B. fehlende soziale Orientierung) adaptierten und modifizierten Form in der therapeutischen Arbeit angewendet.




