Fortbildungen
Fortbildung 2-tägiges Intensivseminar "Autismus und Schule"
Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten, die Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung aus dem Autismusspektrum in Schule begleiten, unterrichten oder unterrichten werden
Zeit: 11. und 12. April 2012 / 9:00 – 16:00 Uhr an zwei Tagen
Ort: Arbeitskammer, Saarbrücken ( Fritz-Dobisch Straße 6-8; 66111 Saarbrücken)
Anmeldefrist: verbindliche Anmeldung bis 16.03.2012 (s. Anmeldeformular)
Seminargebühr inkl. Seminarunterlagen und Verpflegung (Tagungsgetränke und Mittagessen): 130,- EUR/ Person (2 Tage, 2 Module)
Die geplante Fortbildung findet ab einer Mindestteilnehmerzahl von 15 TeilnehmerInnen statt und ist auf eine Höchstteilnehmerzahl von max. 30 Personen begrenzt.
Zielgruppe:
Das geplante Intensivseminar soll Wissensvermittlung, fachliche Anleitung, Vorbereitung und praxisbezogene Schulung für Lehrkräfte aus den Bereichen Regel- und Förderschule sein, die Schülerinnen und Schüler mit einer autistischen Behinderung an Schulen unterrichten, fördern und in ihrer schulischen Entwicklung begleiten.
Referentinnen:
Frau Anne-Rose Kramatschek-Pfahler (Geschäftsführung, ATZ Saar gGmbH)
Frau Traudel Schweitzer (Therapeutin, ATZ Saar gGmbH)
Fortbildungsinhalte und Themenmodule des 2-tägigen Intensivseminars:
1. Tag/ Modul 1
Basiswissen Autismus – Informationen zum Verständnis und Umgang mit autistischen Menschen( Arbeitsorganisation: Plenum)
Autismus verstehen
Begriffsklärung, Kernsymptomatik, Erscheinungsformen, neuropsychologische Erklärungstheorien,
Im Fokus steht die Frage: Was bedeutet eine „tiefgreifende Entwicklungsstörung“ in der Wahrnehmungsverarbeitung und welche Auswirkungen hat sie auf Kommunikation und soziale Interaktion und damit auch auf Schule?
Charakteristische Besonderheiten autistischer Menschen
• Wahrnehmungsverarbeitung
• Kommunikation
• Sozialverhalten
• Emotionalität
• Lernverhalten (Besonderheiten bei der kognitiven Verarbeitung)
• Beschäftigungs- und Spielverhalten
• Sonderinteressen (Spezialthemen, Stereotypien, Inselbegabungen, etc)
• Routinen, Rituale, Zwänge
Auswirkungen (Wechselwirkung) charakteristischer Besonderheiten beim Menschen mit Autismus im Alltag und im sozialen Kontext Schule und Unterricht .
Im Fokus steht wieder der Aspekt der eigenen Erfahrungswelt des Menschen mit Autismus – spezifische Anforderungen an den jeweils Betroffenen und seine Bewältigungsstrategien und deren Wirkung in sozialen Systemen, insbesondere im schulischen Kontext.
Ableitung grundlegender Ziele, Möglichkeiten und Grenzen bei der Inklusion, Förderung und Begleitung autistischer Schülerinnen und Schüler.
2. Tag / Modul 2
Das Kind mit Autismus im Sozialsystem Schule: Voraussetzungen für erfolgreiches und gemeinsames Unterrichten und Lernen(Arbeitsorganisation: Plenum)
• Das System Schule: Beziehungen – Erwartungen und Ziele
• Unterricht, Begleitung und Förderung im schulischen Kontext:
Grundprinzipien und konzeptionelle Bausteine für den Umgang
ganz allgemein, und für die schulische Erziehung, Begleitung und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Autismus
Anforderungen an die Gestaltung von Lernsituationen im schulischen Kontext in Unterricht und weniger strukturierten freien Zeiten (z.B. Pausensituation, etc)
Individuelle Lernplanung – störungsangepasste, individuelle Hilfen und pädagogische Führung (kompensatorischer und präventiver Ansatz)
Deutung problematischer Verhaltensweisen als (zunächst funktionale) Bewältigungsstrategien für spezifische und individuelle Probleme und Belastungen
Lösungsansätze und Strategien zur Bewältigung schwieriger, bzw. problematischer Situationen in Schule und Unterricht
Der Umgang mit herausforderndem Verhalten
• Einbezug schulstützender Systeme als Teile eines Helfernetzwerks
Der Einsatz schulassistierender Hilfen in Ergänzung und Abgrenzung zur Rolle und zum Aufgabenfeld der Lehrkraft
• Reflektion und Erarbeitung praktischer Umsetzungsmöglichkeiten durch Erarbeitung spezieller Strategien und Strukturierungshilfen für die konkrete Förderung und Unterrichtung Arbeit in der Schule anhand konkreter Fallbeispiele aus der schulischen Arbeitspraxis der Teilnehmerinnen
• (Erstellen eines Rucksacks „Survival Kid“ Autismus“
Download Anmeldeformular
_______________________________________________________
Die TeilnehmerInnen erhalten eine Teilnahmebestätigung für die 2 Fortbildungstage mit Auflistung der Arbeitsthemen.



